Andreas Pohl

Logopäde & PäPKi

 

Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration und dem Arbeitstempo

 

Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Gründe, warum sich ein Kind nicht gut oder lange konzentrieren kann.

 

Das beginnt mit zu wenig Schlaf, einem fehlenden oder ungeeigneten Frühstück, kann begründet sein in einem noch ungeklärten Streit mit den Eltern oder durch Mobbing in der Schule. Aus dieser kurzen Aufzählung wird sofort ersichtlich, dass Aufmerksamkeit und Konzentration stark von äußeren Faktoren abhängen und oft mit der Gefühlslage des Kindes zu tun haben.

 

Daneben gibt es noch eine weitere, zentrale, in der frühkindlichen Entwicklung begründete Ursache, die ich häufig bei den Kindern in meiner Praxis beobachte.

 

Zunächst sind bei meinen Therapie-Kindern zwei typische Verhaltensweisen zu beobachten:

 

  1.  Die Kinder wirken verträumt, in sich gekehrt, driften um Unterricht schnell ab. Sind nicht in der Lage, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren.
  2. Sie sind unruhig, bewegungsfreudig, fassen Dinge an, wirken „reizoffen“, überschießend in ihren Bewegungen, in seltenen Fällen auch aufmüpfig, manchmal aggressiv

 

Beide Typen haben ein Problem mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers. Durch die unfertige motorische Entwicklung im ersten Lebensjahr haben sie einerseits nicht gelernt, ihren Körper konstant in der Tiefe wahrzunehmen, andererseits neigen bestimmte Körperregionen wie z.B. Hände und Füße noch zu Mit- und Eigenbewegungen, wenn sie z.B. berührt werden.

 

Darauf reagieren die Kinder auf zwei unterschiedliche Arten:

 

  1. Weil sie sich bzw. ihren Körper schlecht spüren, sie sind beständig auf der Suche nach Tiefenreizen, um sich besser zu spüren. Diese Kinder wirken für Außenstehende unruhig. Ihr Verhalten zeigt, dass sie mehr mit ihrem Körper beschäftigt sind und den Fokus weniger auf die eigentlich geforderten Dinge legen können wie z.B. dem Unterricht folgen oder Hausaufgaben machen.
  2. Sie flüchten sich in eine Traumwelt, „schalten dadurch ihren Körper in gewisser Weise ab“, um sich nicht mit den unklaren Reaktionen, die er zeigt auseinander setzen zu müssen.

 

Diese Form der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwäche basiert also auf einer schlechten, unzureichenden Verarbeitung von Oberflächen-, Tiefen- und Gleichgewichtsreizen!

In der Diagnostik prüft der Therapeut die Bewegungs- und Wahrnehmungsentwicklung des ersten Lebensjahrs im Hinblick auf mögliche Abweichungen in dieser Zeit.

 

Abweichungen sind zum Beispiel:

 

  • Große Mühe beim Anheben und Drehen des Kopfes. Häufig zu beobachten ist hier ein Heben des Kopfes in Rückenlage über eine Seite oder/und eine starke Verspannung des Schultergürtels
  • Anstelle von Robben auf dem Bauch und Krabbeln benutzt das Kind andere Bewegungsformen wie Po-Rutschen und Rollen.
  • Eine ungenügende, unausgeglichene Gesamtkörperspannung. In Bauchlage ist das Kind nicht oder nur sehr ungenügend in der Lage, Arme, Beine und Kopf gleichzeitig zu heben, wobei der Kopf dabei in Verlängerung der Wirbelsäule gehalten werden sollte.

 

In der Therapie werden dem Kind Körperübungen beigebracht, die die Auffälligkeiten in der Entwicklung des ersten Lebensjahrs ausgleichen sollen und in der Folge die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeiten des Kindes verbessern.

 

 

 

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