Andreas Pohl

Logopäde & PäPKi

 

Neuromotorisch begründete Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

 

Kindliche Verhaltensauffälligkeiten können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dies können sein: Probleme in der Eltern-Kind-Bindung oder dem sozialen Umfeld, schwere Krisen innerhalb der Familie, Mobbing in der Schule und in sozialen Netzwerken, psychische Erkrankungen.

 

In meiner Praxis werden immer wieder Kinder vorgestellt, bei denen die Eltern

 

Verhaltensauffälligkeiten oder Probleme mit dem sozialen Umfeld benennen.

 

Beispiele:

 

  • Das Kind geht mit Anforderungen unangemessen um: Auf die Bitte „Räume deine Schuhe weg“ reagiert es mit einem Wutausbruch.
  • Es tut sich schwer mit anderen Kindern, hat wenig oder keine Freunde.
  • Es braucht lange, um sich an neue Situationen und Menschen zu gewöhnen. Deshalb wirkt es schüchtern und zurückgezogen.
  • Es versucht Situationen und Menschen zu kontrollieren, indem es immer bestimmen möchte.

 

In der Diagnostik zeigt sich bei vielen dieser Kinder, dass sie viel schneller unter Stress geraten als der Durchschnitt. Oft reichen eigentlich kleine Auslöser aus, um sie in Panik zu versetzen. Auslöser können sein:

 

  • Helles Licht in die Augen
  • Lärm in der Klasse
  • Eine Vertretungslehrerin
  • Eine Klassenarbeit
  • ...

 

Diagnostische Zeichen dieser unangemessenen Reaktion auf Umwelteinflüsse lassen sich im Test und auch im Alltag gut beobachten.

 

Woher kommt die erhöhte Streßanfälligkeit?

 

Auffällig bei vielen dieser Kinder sind die deutlichen neuromotorischen Aufrichtungsdefizite im Bereich der Halswirbelsäule. Dies bedeutet, das die vordere und hintere Stützmuskulatur des Halses nicht ausgewogen zusammen arbeiten. Im Nacken kommt es dadurch zu einer Verengung und Verspannung der Muskeln, während die entsprechenden Muskeln im Bereich des vorderen Halses, des Mundes, der Zunge und der Gesichtsregion zu wenig Spannung aufweisen.

 

Die Einengung des Nackens scheint zu einer Reizung des vegetativen Nervensystems zu führen. Das vegetative NS ist u.a. für die Steuerung von Erregung und Beruhigung, Anspannung und Entspannung und vieler körperlicher Funktionen zuständig. Der das vegetative Nervensystem versorgende Hirnnerv tritt im Bereich des Nackens aus dem Schädel aus. Es spricht einiges dafür, dass dieser Umstand mit der Affektlabilität der Kinder in Zusammenhang steht. Eine These ist, dass die durch die Überstreckung des Nackens herbeigeführte mechanische Reizung des Nervs zu einer erhöhten oder permanenten Ausschüttung von Stresshormonen führt.

 

In der Therapie wird die neuromotorische Aufrichtung der Muskulaturen des Halsbereichs gefördert. In der Folge harmonisiert sich das Stressempfinden dieser Kinder.

 

 

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